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Samstag, 31. Dezember 2011
30 terms and definitions - one year no. III
Sonntag, 25. Dezember 2011
"hoffnung...
... ist nicht die Überzeugung dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
- vaclav havel
Sonntag, 18. Dezember 2011
schulnote 6
Monströs sind die Gefahren, die auf den Finanzmärkten lauern: Die Billionen in der Parallelwelt vermehren sich, erstens, so, dass spekulative Blasen folgen.
Sie streben, zweitens, nach einer Rendite, die auf realen Warenmärkten kaum zu erzielen ist, und lenken so immer mehr Kapital in die Finanzmärkte.
Die Banken erfinden deshalb, drittens, stetig neue Finanzprodukte die undurchsichtig sind und häufig hochriskant.
Die Banken wirtschaften, viertens, undbehelligt mit zu wenig Eigenkapital.
Die Finanzmärkte sind, fünftens, intransparent, ihre Risiken oft unbekannt.
Die Konzentration auf den Finanzmärkten hat, sechstens, Großbanken hervorgebracht, die systembedrohend sind.
Die Computierisierung der Märkte fördert, siebtens, das Herdenverhalten.
Die Vernetzung der Finanzmärkte über Derivate führt, achtens, zu einer Synchronisierung der Märkte, das parallele Auf und Ab verstärkt die Krisengefahr.
Die Finanzmärkte widersetzen sich, neuntens, einer verstärkten Regulierung, weichen in ein Schattenbanksystem aus.
Die Finanzmärkte untergraben, zehntens, Marktwirtschaft und Demokratie.
Von diesen Gefahren der Finanzmärkte bearbeiten die G-20-Staaten aktuell nur zwei: die mangelnde Ausstattung der Banken mit Eigenkapital und die mangelnde Transparenz.
- DER SPIEGEL, 12.12.2011
