Montag, 31. Dezember 2012

30 terms and definitions - one year no. IV


armselig und bodenlos - south africa - pregnancy - red bull, rammstein and go live (clearing/agst) - support at work (dictating code) -  value of having siblings - being frustrated at the breakfast table - playing soccer in snow - a good friend - stratego - losing a good friend (he was not able to accept weaknesses of others) - unterweißbach - having a beer in hamburg (st. pauli) - dfb-pokalfinale - expensive watches - dresden - christmas parties with soccer mates - having a bicycle ride to 'rostige rampe' - table mountain - a cheerful face after one day in romania - encouraging words ('you're such a great person', 'du warst unglaublich', laughing after having said 'und wie war euer jahr?') -  still searching - buying magazines though you can't read everything - a day in bad bederkesa - rooibos tea - christmas market in cologne - (un)necessary train rides to münster - thinking of first steps for a world trip - loving nature - no despair

Samstag, 22. Dezember 2012

ein wort zum jahr 2012


mir wär's recht gewesen, hätten doch die alten mayas recht behalten :-D

- frei nach den brauseboys, einer weddinger lesebühne

My Body Is A Cage


My body is a cage that keeps m
From dancing with the one I love
But my mind holds the key

My body is a cage that keeps me
From dancing with the one I love
But my mind holds the key

I'm standing on a stage
Of fear and self-doubt
It's a hollow play
But they'll clap anyway

My body is a cage that keeps me
From dancing with the one I love
But my mind holds the key

You're standing next to me
My mind holds the key

I'm living in an age
That calls darkness light
Though my language is dead
Still the shapes fill my head

I'm living in an age
Whose name I don't know
Though the fear keeps me moving
Still my heart beats so slow

My body is a cage that keeps me
From dancing with the one I love
But my mind holds the key

You're standing next to me
My mind holds the key
My body is a

My body is a cage
We take what we're given
Just because you've forgotten
That don't mean you're forgiven

I'm living in an age
That screams my name at night
But when I get to the doorway
There's no one in sight

I'm living in an age
That laughs
When I'm dancing
With the one I love
But my mind holds the key

You're standing next to me
My mind holds the key

Set my spirit free
Set my spirit free
Set my body free
Set my body free

Set my spirit free
Set my body free

- Arcade Fire

Sonntag, 4. November 2012

heute hier, morgen dort


Heute hier, morgen dort, bin kaum da, muß ich fort,
Hab mich niemals deswegen beklagt.
Hab es selbst so gewählt, nie die jahre gezählt,
Nie nach gestern und morgen gefragt.

Manchmal träume ich schwer
Und dann denk ich, es wär
Zeit zu bleiben und nun
Was ganz andres zu tun.
So vergeht jaht um jahr
Und es ist mir längst klar,
Da nichts bleibt, da nichts bleibt, wie es war.

Das man mich kaum vermißt, schon nach tagen vergißt ,
Wenn ich längst wieder anderswo bin,
Stört und kümmert mich nicht, villeicht bleibt mein gesicht
Doch dem ein oder andrem im sinn.

Manchmal träume ...

Fragt mich einer, warum ich so bin, bleib ich stumm,
Denn die antwort darauf fällt mir schwer.
Denn was neu ist wird alt und was gestern noch galt,
Stimmt schon heut oder morgen nicht mehr.

Manchmal träume ...

- hannes wader

Sonntag, 14. Oktober 2012

Donnerstag, 16. August 2012

tears of glory



noch mal marc aurel...


... auch wenn's langweilig wird ;-)

"Strebe also zum Ziele, gib leere Hoffnungen auf und komm, solange du es noch kannst, dir selber zu Hilfe, wenn du dich selbst einigermaßen lieb hast."

Sonntag, 12. August 2012

wenn der wille da ist...


... spielt auch das alter keine rolle.

- sabine spitz

Samstag, 21. Juli 2012

stufen


Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.


Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.


Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!


- H. Hesse

Mittwoch, 11. Juli 2012

im nebel


Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

H.Hesse

Donnerstag, 28. Juni 2012

siegerinstinkt


"Ich finde es nicht richtig, dass Spieler in ein EM-Finale gehen, das Endspiel verlieren, und sich dann auf der Berliner Fanmeile feiern lassen, als hätten sie das Spiel gewonnen. Dann habe ich das Problem, so etwas einem U19-Nationalspieler zu erklären und vor einem Finale den letzten Siegerinstinkt rauszukitzeln."

- Matthias Sammer, 2008

Dienstag, 19. Juni 2012

Montag, 21. Mai 2012

Sonntag, 13. Mai 2012

game of thrones


5:2!


an tagen wie diesen :-)

Freitag, 11. Mai 2012

Dinge von denen


Neulich kam sie und redete zuviel,
über die Frau von einem besten Freund und ihr falsches Spiel.
Sie will nur sein Geld, Glamour und die große Welt.
Doch immer hält sie ihn fern und quält ihn gern.
Mein Hals hat sich gewellt!

Das sind Dinge, von denen ich gar nichts wissen will.
Lass mich doch in Ruh und texte mich nicht zu.
Das sind Dinge, von denen ich keine Ahnung haben will.
Behalt den Kram für Dich! Es interessiert mich nicht!

Neulich kam er grad frisch von der OP,
künstlicher Darmausgang.
Na, schönen Dank - mein Hunger war passé.
Er hörte nicht auf und ging mehr ins Detail.
Ihm ist es wohl egal, ob ich's hören will.
Ich wünschte mir ein Beil!
(Hack! Hack! Hack! Hack!)

Das sind Dinge, von denen ich gar nichts wissen will.
Lass mich doch in Ruh und texte mich nicht zu.
Das sind Dinge, von denen ich keine Ahnung haben will.
Behalt den Kram für Dich! Es interessiert mich nicht!

Ich hör Dir nicht zu! Lass mich in Ruh!

Mein Haus, mein Boot, mein Pferd.
Wie viel ist die Villa wert?
Was ziehst Du Dir da in deine Nase?
Marius-Müller-Osterhase
Macht sie's mit dem Mund,
oder mit Claudia Schiffer's Hund?

Das sind Dinge, von denen ich gar nichts wissen will.
Lass mich doch in Ruh und texte mich nicht zu.
Das sind Dinge, von denen ich keine Ahnung haben will.
Behalt den Kram für Dich! Es interessiert mich nicht!

Das sind Dinge, von denen ich gar nichts wissen will.
Hol doch mal tief Luft. Ich schick Dich in die Gruft.
Das sind Dinge, von denen ich keine Ahnung haben will.
Behalt den Kram für Dich! Es interessiert mich nicht!

- Die Ärzte

the truth...


... outspoken in a few sentences. Clearly. Resolutely. Self-confidently. How am I feeling? I feel nothing. Nothing because of the insight that there is no other option than acceptance. People come. And people go. Good luck AS!

a roundtrip...


... can be fun:
  • sinaia and a bright blue sky
  • a beer garden in the evening
  • seeing friends again
  • talks during the way on a monestary
  • watching a bright full moon
  • metal church
  • recognising the value of museums
  • laughing ('hai! mai repede!')
  • monitoring a city before the euro league final
  • a hammock on the rooftop
plus: catching a glimpse of understanding the miracle of love.

Dienstag, 1. Mai 2012

die zeit heilt alle wunder


Die Zeit heilt alle Wunder
Wenn du sie gut verschnürst
Bind nur die Stelle gut ab
bis du es gar nicht mehr spürst
Du weißt ein Feuer geht aus
wenn du es länger nicht schürst
und du weißt dass du besser
an alte Wunder nicht rührst

Und auch das größte Wunder geht vorbei
Und wenn es dich nicht loslässt zähl bis drei
Und es geht vorbei es geht vorbei
Es geht vorbei es geht vorbei

Du kommst auf die Welt um ihr den Kopf zu verdrehen
Du lachst über Hunde und deine eigenen Zehen
Du bleibst kaum kannst du laufen alle zwei Meter stehen
und fällst auf die Knie um noch ein Wunder zu sehn

Und am nächsten Wunder ziehen sie dich vorbei
Der der dich am Arm hält zählt bis drei
Und es geht vorbei es geht vorbei
Es geht vorbei es geht vorbei
Es geht vorbei es geht vorbei

Die Zeit heilt alle Wunder
schon nach wenigen Jahren
Die Zeit heilt alle Wunder
schon nach wenigen Jahren
Die Zeit heilt alle Wunder
schon nach wenigen Jahren
nur noch Narben da wo Wunder waren

Wann wirst du endlich lernen dir nicht den Kopf zu verdrehen
Du fällst über Hunde und deine eigenen Zehen
Du kannst kaum grade laufen bleibst alle zwei Meter stehen
und fällst auf die Knie damit die Wunder dich sehen

Und das zehnte Wunder zieht an dir vorbei
Du betest dass es stehen bleibt zählst bis drei
Und es geht vorbei es geht vorbei
Es geht vorbei es geht vorbei
Es geht vorbei es geht vorbei

Die Zeit heilt alle Wunder
schon nach wenigen Jahren
Die Zeit heilt alle Wunder
schon nach wenigen Jahren
Die Zeit heilt alle Wunder
schon nach wenigen Jahren
nur noch Narben da wo Wunder waren

Die Zeit heilt und alle wundern sich nach all den Jahren
Dass nichts bleibt als ein paar Stunden da wo Wunder waren
Die Zeit heilt und alle wundern sich nach all den Jahren
Dass nichts bleibt als ein paar Stunden und Narben da wo Wunder waren

Die Zeit heilt alle Wunder

- Wir sind Helden

warum...


... eigentlich immer der 1. mai? :-p

Sonntag, 15. April 2012

Zurückziehen und Aufstehen


Man liebt es, sich zuzeiten aufs Land, ins Gebirge, an die See zurückzuziehen. Auch du sehnst dich vielleicht dahin. Im Grunde genommen aber steckt dahinter eine große Beschränktheit. Es steht dir ja frei, zu jeglicher Stunde dich in dich selbst zurückzuziehn, und nirgends finden wir eine so friedliche und ungestörte Zuflucht als in der eignen Seele [...].
Auf diese Weise also ziehe dich beständig zurück, um dich immer wieder aufzufrischen.

Wenn du am Morgen widerwillig aufwachst, dann halte dir vor Augen: Ich wache auf, um die Arbeit eines Menschen zu tun.

- Marc Aurel, Selbstbetrachtungen

Samstag, 17. März 2012

Dann zieht halt nach Wedding


Neulich war ich in Berlin. Ich erkannte es nicht gleich wieder. Vom Hauptbahnhof aus sah ich das Kanzleramt in den Abendhimmel ragen, die Lichter über der Spree, den Fernsehturm, das Sony-Center und die Charité. Mir lief ein Schauer den Rücken hinunter. Was ich sah, war das reine Klischee. Diesen Blick hatte ich vergessen.

Als ich vor fünf Monaten wegzog, nach Düsseldorf, hatte ich Berlin satt gehabt. Das Schlampige, das Unprofessionelle. Das Gejammer über Jobs, die auslaugend waren und mies bezahlt. Die Mitte-Menschen, die eigentlich Provinzmenschen waren, die einem Hype hinterherliefen, um einen Kiez, einen Club, ein Computerspiel-Start-up.

Die Unverbindlichkeit, die ewige Suche, nach einer Party, einem Stadtbild, einem Leben. Die Türsteher und andere Wichtigtuer, im Büro und im Regierungsviertel.

Auf einen dieser Wichtigtuer traf ich, als ich später die Rolltreppe zur S-Bahn nahm. Es war ein Spatz, der auf einem Fahrkartenautomaten hockte und lautstark schimpfte, als hätte er Angst, nicht gehört zu werden, bei dem Lärm, den die Stadt um sich selbst machte. Spatz, was ist denn, du hast es doch gut, dachte ich. Woanders verscheuchen sie solche wie dich, weil du ihnen die Cafétische vollkackst. Hier lässt man dich in Ruhe.

Was gibt es denn hier überhaupt ständig zu motzen? Okay, der Senat hat verpeilt, mit der S-Bahn einen ordentlichen Vertrag auszuhandeln und dann kommt die Bahn auch noch ständig zu spät. Die Autofahrer sind rücksichtslos, die Radfahrer nicht besser. Der Bürgermeister macht Party mit Unternehmern. Die Touristen und die Reichen lassen die Mieten steigen. Die Clubs sterben, die festen Arbeitsplätze sind schon gestorben.

Ich bitte euch. Was wollt ihr eigentlich?

Stellt euch mal vor, wie es dort ist, wo die Leute herkommen, die erst die Mieten verteuert haben und sich jetzt drüber aufregen. Dort, wo ich jetzt lebe, gibt es so viel Geld, dass die Stadt ihre Parkbänke beleuchtet. Und niemand macht die Lampen kaputt! Ich frage mich, wo die übermütigen Jugendlichen sind, die gegen ihre Eltern, das System oder die Langeweile rebellieren. Wahrscheinlich im Sportverein. Oder bei McDonalds. Und wenn sie groß sind, arbeiten sie täglich von halb neun bis halb sechs, dann gehen sie Abendbrot essen oder wieder in den Sportverein oder ins Multiplex und danach in eine Kneipe, die spätestens um ein Uhr schließt, die Küche schon um elf. Niemals würden sie über eine rote Ampel gehen, geschweige denn fahren. Und wenn die S-Bahn mal nicht kommt, freuen sie sich heimlich, weil sie in der Mittagspause etwas zu erzählen haben.

Ich versackte stattdessen bei der Party eines Freundes, der gerade sein erstes Buch veröffentlicht hat. Das Buch wurde sicher nicht zwischen halb neun und halb sechs geschrieben, und reich wird der Autor damit wohl auch nicht werden. Er hat sich einfach bloß für Russland interessiert. So, wie sich die meisten Menschen, die es hierherzieht, für irgendetwas interessieren, das über ihren Horizont hinausgeht.

Man trifft sie zum Beispiel bei Juan Carlos, der aus Peru stammt, und am Arkonaplatz eine Kneipe betreibt, in der es keine Heizung gibt, aber gute Mojitos. Ein Nachbar erzählt, wie es hier war, bevor die Mauer fiel, nur ein paar Straßen entfernt, die Lücke sieht man noch. Am Tisch sitzen außerdem eine Ägypterin und jemand, der kürzlich in Afghanistan war, und schon ist man mittendrin in den ganz großen Fragen. Krieg und Frieden, Glauben und Identität, Bildung und Gerechtigkeit. Wenn sich in dieser Stadt keine Antworten finden, wo denn dann? Ja, die NPD ist bei der letzten Wahl in drei Berliner Bezirksparlamente eingezogen. Aber fünf Jahre zuvor waren es noch vier.

Wen stört es in diesem Moment, dass er nicht weiß, wo er in fünf Jahren leben wird, mit wem und wovon. Vielleicht wird aus der Geschäftsidee, die heute Abend noch an diesem Tisch geboren wird, ein Knaller. Ein Schreibtisch mit Internetanschluss ist schnell gemietet, gute Leute trifft man überall. Ein mies bezahlter Job kündigt sich leichter als eine lebenslange Festanstellung. Und wenn es nicht klappt? Dann fällt einem morgen etwas Neues ein.

Das sagt sich leicht, wenn man im Zentrum lebt, wo man kein Auto braucht und kein Haus abbezahlen muss. Wenn man keine Kinder hat, oder entspannt mit Kindern umgeht. Aufbauen, abreißen, ausprobieren, scheitern – von vorn anfangen. Das ist ein Privileg der Jugend. Die scheint in Berlin länger anzudauern als anderswo.

Darum kommen sie ja, die Touristen, die Investoren, die Provinzler. Freut euch doch, wenn sie ihr Geld hierlassen, und ihnen zum Dank auch noch ein Spatz auf den Kopf kackt. Die Euros könnt ihr hoch erhobenen Hauptes eurer S-Bahn in den Rachen werfen. Neukölln ist schon wieder zu teuer geworden? Dann zieht halt nach Wedding. Der Hype wird euch schon folgen. Aber werdet bitte nicht erwachsen.

- von Miriam Schröder, Der Tagesspiegel

Montag, 13. Februar 2012

Berlin


Berlin ist nicht nur eine echt fertige Stadt, sondern auch eine unfertige. Deshalb zieht Berlin vor allem junge Menschen an, deren Leben noch eine Dauerbaustelle ist - wie der Alexanderplatz - und die noch keine Verantwortung übernehmen wollen - wie Klaus Wowereit. Von den fast 1.500.000 Menschen, die im Jahr 2010 (aktuellste Statistik) aus aller Welt, aber vor allem aus dem Rest von Deutschland kamen, waren die meisten zwischen achtzehn und dreißig Jahre alt. Berlin ist für sie ein Sehnsuchtsort, weil man nicht wissen muss, wonach man sich sehnt, wenn man dort hinzieht. Die einen denken an Partys, die von Montagabend bis Montagmorgen dauern, an Amphetamine, Kellergewölbe und Sex mit jemandem aus der WG. Sie wollen sich verstecken, aber wovor? Die anderen stellen sich vor, sie wären inmitten der Armen und Schönen besonders produktiv, in den Fabriketagen, im WLAN-Café, im nächsten unnützen Praktikum. Sie wollen entdeckt werden, aber von wem?

Die einen suchen den Schmutz und zahlen dafür immer mehr Miete, aber natürlich immer noch weniger als die Münchner. Die anderen suchen den Glanz der Hauptstadt, den Herzschlag Deutschlands - und landen doch nur im langweiligen Promirestaurant "Grill Royal". Aber eigentlich weiß niemand, was er in Berlin sucht. Und eigentlich kommt es ganz anders. Man geht nur einmal ins "Berghain", und das Mensaschnitzel ist so zäh wie überall. Man lebt weiter in einem Dorf, weil in Berlin kaum jemand seinen "Kiez" verlässt. Das macht nichts. Wichtiger, als nach Berlin zu kommen, ist es, von woanders wegzukommen. Aus dem bayerischen Inzest, dem Hamburger Schimmel, der Brandenburger Steppe, der Parfümwolke Düsseldorfs. Und so sind Neuberliner die patriotischsten Berliner. Sie lieben Berlin mehr, als die Berliner es tun. Sie müssen an Berlin glauben, weil es sonst keinen Ort mehr für ihre Träume gäbe.

- Neon, Ausgabe 03/2012

Sonntag, 29. Januar 2012

europa


"Wenn wir Europa nicht hätten, würde vielleicht auch unsere Generation gegeneinander Krieg führen. Ich habe 35 Jahre lang, bis die Mauer fiel, darunter gelitten, dass ich nicht einfach so nach Westeuropa durfte. Das war für mich der Traum. Das ist mein Kontinent. Ein Kontinent, auf dem die Menschen an den gleichen Werten hängen wie ich. Ein Kontinent, mit dem man die Welt mitgestalten kann, mit dem man für all das eintreten kann, was die Zukunft der Menschheit sichert: Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Demonstrationsrecht, nachhaltiges Wirtschaften, Klimaschutz. Aber dieses Gefühl für Europa wird alleine nicht ausreichen, um den Menschen Wohlstand und Arbeit zu geben. Wir müssen jeden Tag etwas dafür tun."

- Angela Merkel (Süddeutsche Zeitung, 26.01.2012)

Freitag, 20. Januar 2012

Samstag, 14. Januar 2012

eine mistwoche.


zum wegschmeißen.