Donnerstag, 31. Dezember 2020

30 terms and definitions - one year no. XII


covid-19 - a sunny month of april - willy-brandt-haus - confinamiento - food delivery - incense smoker - home office - not reimbursed flight tickets - world trip cancellation - callback by german government from guatemala city - saving money - public swimming pool - open air cinema - a balmy breeze on summer evenings - portrait of a lady in flames - le miserables - surprising calls (se) - currybaude - russian and spanisch classes - reading (sz, zeit) - strawberries - discovering cycle tracks - sleeping - running in a park - still employed, for 10 years meanwhile - colombia, its diversity, music, tasty food and relaxed atmosphere (plus: cartagena) - panama, its landscape, american influence and hammocks - cuba - havanna, cigars, a lot of history, salsa, sailing and coral riffs - mexico, over night bus rides and a crowded city on the seaside (this was what mass tourism feels like before shut downs started) - belize: carribean flair, hammocks as well and an almost hippie tree house (giving away flip-flops knowing not receiving them back) - guatemala, an unexpected favorite country: maya history, beautiful colonial cities, active volcanos observed from a roof-deck having a cold beer, a really warm host family in antigua - buenas personas! - improved physical-well being - cooking - a lot to tell, many experiences even in the year of the pandemic: well done!

Donnerstag, 24. Dezember 2020

son cosas...


... que suceden. no todos tienen la misma suerte.

Montag, 30. November 2020

Die Insel der Gefühle


Es war einmal eine Insel, auf der alle Gefühle lebten: Die Freude, die Traurigkeit und viele andere, einschließlich der Liebe. Trotz kleinerer Reibereien war das Leben in Summe ruhig, sogar vorhersehbar. Manchmal veranlasste die Routine die Langeweile, einzuschlafen, oder der Impuls zettelte irgendeinen Skandal an; ein anderes Mal beruhigten die Konstanz und das Zusammenleben die Unzufriedenheit.

Eines Tages, unerwartet für alle Inselbewohner, berief die Erkenntnis eine Zusammenkunft ein. Als dies endlich die Unachtsamkeit herausfand und die Faulheit am Treffpunkt erschien, begann die Versammlung. Sogleich sagte die Erkenntnis: "Ich habe eine schlechte Nachricht für euch - die Insel wird versinken."

Alle Gefühle, die auf der Insel lebten, riefen: "Nein! Wie kann das sein? Wir leben doch schon immer hier...!" Aber die Erkenntnis wiederholte: "Die Insel wird versinken!" "Aber das kann nicht sein! Vielleicht irrst du dich!" "Die Erkenntnis irrt sich nie!", sagte das Bewusstsein, dem sich die Wahrheit erschloss. "Wenn sie der Meinung ist, dass die Insel versinkt, dann wird es deswegen sein, weil sie versinkt." "Aber was werden wir jetzt tun?", fragten die anderen. Die Erkenntnis erwiderte: "Natürlich kann jeder einzelne tun, was er möchte. Aber ich schlage vor, dass ihr schnellstens eine Möglichkeit findet, die Insel zu verlassen. Baut euch ein Schiff, ein Boot, ein Floß oder etwas, was euch erlaubt, zu gehen - denn wer auf der Insel bleibt, wird mit ihr verschwinden." "Könntest du uns nicht helfen?", fragten alle die Erkenntnis, auf ihre Fähigkeiten vertrauend. "Nein", sagte sie, "die Vorhersehung und ich haben schon ein Flugzeug gebaut und sobald ich diesen Satz beende, werden wir zur am nächsten gelegenen Insel aufbrechen." Die Gefühle riefen: "Nein, aber nein! Was wird dann aus uns?" Als sie das sagten, stieg die Erkenntnis bereits mit ihrer Begleiterin in das Flugzeug - die Angst, die nicht dumm ist und sich im Motor als blinder Passagier versteckte, mitnehmend - und verließ die Insel.

Sodann machten sich alle Gefühle an die Arbeit, um ein Schiff, ein Boot, ein Segelboot zu bauen - alle, außer die Liebe. Denn die Liebe war so verbunden mit der Gesamtheit der Dinge auf der Insel, dass sie dachte: "Diese Insel verlassen, nach alldem, was ich hier erlebte... Wie könnte ich diesen kleinen Baum zum Beispiel jemals verlassen? Ah, wir teilen so viele Erlebnisse!" Und während die Gefühle sich weiter dem Bau der Boote widmeten, um von der Insel zu fliehen, kletterte die Liebe auf jeden Baum, streichelte jeden Ast, roch an jeder Rose, berührte alle Steine - bis sie schließlich zum Strand ging und sich im Sand wälzte, wie sie es gewöhnlich in anderen Zeiten tat, und dachte anschließend, nachdem sie den Platz gefunden hatte, wo die Sonne aufging - ihren Lieblingsplatz - mit einer solchen Einfältigkeit, wie nur die Liebe sie haben kann: "Vielleicht versinkt die Insel nur ein kleines bisschen und taucht danach wieder auf. Warum nicht?" Und sie blieb tagelang und maß die Höhe der Wasserstände des Meeres, um herauszufinden, ob der Prozess des Versinkens unumkehrbar war. Aber... die Insel versank immer weiter; trotzdem konnte die Liebe nicht daran denken, etwas zu bauen, weil sie so viel Schmerz empfand und nur weinte und schluchzte über das, was sie gerade verlor. Ihr fiel dann ein, dass die Insel sehr groß war und das, auch wenn sie ein wenig versank, die Liebe sich immer an eine höhere Stelle retten könnte. Alles wäre besser, als sich von der Insel trennen zu müssen.

Eine kleine Zurückweisung empfand die Liebe nie als Problem, deswegen streichelte sie erneut die Ufersteine, kroch erneut durch den Sand und hielt ihre Füße in das Meerwasser am kleinen, früher riesigen Strand. Schließlich, ohne sich der Zurückweisung der Insel bewusst zu werden, stieg die Liebe zum nördlichen Teil des Eilands auf, der, wenn auch nicht der schönste, der höchste war. Währenddessen schritt das Versinken der Insel Stück für Stück voran, und der Platz, zu dem sich die Liebe jeden Tag zurückzog, wurde immer kleiner. "Nach so vielen Dingen, die wir gemeinsam erlebten!", entfuhr es der Liebe vorwurfsvoll. Schließlich blieb nur ein winziger Flecken Boden übrig; der Rest der Insel war bereits vollständig von Wasser bedeckt. Just in diesem Moment fiel der Liebe auf, dass die Insel wirklich versank. Außerdem begriff sie, dass, wenn sie die Insel nicht verließ, dies gleichbedeutend mit dem vollstänigen Verschwinden der Liebe vom Antlitz der Erde sein würde, für immer. Aufgeschreckt durch diese Gedanken, bahnte sie sich ihren Weg vorbei an überschwemmten Wegen und enormen, strömenden Wassermassen zur Bucht.

Es gab keine Möglichkeit mehr, ein Boot zu bauen, wie es die anderen getan hatten. Die Liebe verlor so viel Zeit, während sie das, was Stück für Stück vor ihren Augen verschwand, beweinte. Von der Bucht aus konnte sie ihre Mitbewohner in ihren Booten an ihr vorbeifahren sehen. Sie hoffte nun, dass einer ihrer Schwestern und Brüder die Liebe verstehen und mitnehmen würde, wenn sie ihre ursprüngliche Entscheidung, bleiben zu wollen, nur erklärte.

Das Meer absuchend erspähte sie das Boot des Reichtums und machte es auf sich aufmerksam. In seiner luxuriösen Yacht näherte er sich und die Liebe sagte zu ihm: "Reichtum, bitte, nimm mich mit mit. Ich habe so viel am Verschwinden der Insel gelitten, dass nicht ausreichend Zeit blieb, mir ein Boot zu bauen." Aber der Reichtum antwortete: "Ich kann nicht. Es gibt so viel Gold und Silber bei mir und ich habe keine Platz für dich. Tut mir leid." Er setzte seinen Weg fort, ohne zurückzublicken. Sodann bat die Liebe die Eitelkeit, die sie in einem wunderschönen Kahn vorbeifahren sah, randvoll mit Verzierungen, Fransen, weißem Marmor und Blumen in den verschiedensten Farben. "Eitelkeit, bitte hilf du mir!" "Unmöglich, Liebe, wie soll ich sagen... Du bist so schmutzig und ungepflegt. Entschuldige, aber du würdest mein kleines Schiff verunstalten". Und sie fuhr weg. Der Hochmut passierte die Liebe und antwortete auf ihre Bitte, mitfahren zu dürfen: "Aus meinem Weg, oder ich begrabe dich unter mir!" Soweit sie konnte, näherte sich die Liebe nun dem Boot des Stolzes. Ein weiteres Mal bat sie um Hilfe, worauf sie nur einen despektierlichen Blick erntete, während sie fast von einer Bugwelle überrollt wurde. Nicht aufgebend, bat die Liebe die Traurigkeit: "Nimmst du mich auf?" Aber sie erhielt als Antwort: "Ach, Liebe, du weißt, dass ich soooo traurig bin, und in einem solchen Zustand bevorzuge ich es, allein zu sein". Die Freude fuhr an der Liebe vorbei und war so glücklich, dass sie nicht einmal hörte, wie nach ihr gerufen wurde.

Die Liebe, verzweifelt, begann zu seufzen, während sie sich mit Tränen in den Augen auf das Stückchen Insel setzte, dass ihr am Ende noch blieb. Plötzlich hörte sie, wie jemand zu ihr flüsterte: "Chst... Chst..." Es war ein unbekannter Alter, der ihr bedeutete, in ein Ruderboot zu steigen. "Ist das für mich?" fragte sie, eine Hand auf ihre Brust legend. "Ja, ja", sagte der Alte, "ich hole dich ab. Komm in mein Boot und rudere mit mir, sodass ich dich retten kann." Die Liebe schaute ihn an und erwiderte: "Die Sache ist, dass ich hier blieb, weil..." "Ich verstehe schon", sagte der Alte ohne sie den Satz beenden zu lassen. "Steig ein!" Die Liebe sprang ins Boot und gemeinsam entfernten sie sich von der Bucht. Es verging nicht viel Zeit, bis sie sehen konnten, wie die Insel vor ihren Augen versank und für immer verschwand. "Niemals mehr wird eine Insel wie diese existieren!", säuselte bekümmert die Liebe, vielleicht hoffend, dass der Alte ihr widerspräche und ihr irgendeine Hoffnung gäbe. "Nein", sagt dieser nur, "eine Insel wie diese - niemals. Aber auf alle Fälle eine andere."

Als sie auf der Nachbarinsel eintrafen, fühlte sich die Liebe so befreit, dass sie vergaß, den Alten nach seinem Namen zu fragen. Als ihr das auffiel und sie ihm danken wollte, war er schon verschwunden. Sehr neugierig wandte sich die Liebe an die Weisheit, um zu fragen: "Wie kann das sein? Ich kenne ihn nicht und er hat mich gerettet. Keines der anderen Gefühle konnte verstehen, warum ich ohne Rettungsboot blieb. Aber er half mir und jetzt kenne ich nicht einmal seinen Namen." Die Weisheit blickte ihr lange in die Augen und antwortete: "Er ist der einzige, der es schafft, dass die Liebe überlebt, wenn der Schmerz eines Verlusts sie glauben lässt, dass es unmöglich weitergehen kann. Er ist der einzige, der in der Lage ist, der Liebe eine neue Perspektive anzubieten, wenn es scheinbar keine mehr gibt. Wer dich rettete, Liebe, ist die Zeit..."

-- Aus dem Spanischen von Jorge Bucay, "Todo no terminó"

Samstag, 31. Oktober 2020

geile zeit


Hast du geglaubt, hast du gehofft
Dass alles besser wird?
Hast du geweint, hast du gefleht
Weil alles anders ist?
Wo ist die Zeit? Wo ist das Meer?
Sie fehlt, sie fehlt hier
Du fragst mich, wo sie geblieben ist

Die Nächte kommen, die Tage gehen
Es dreht und wendet sich
Hast du die Scherben nicht gesehen
Auf denen du weiter gehst?
Wo ist das Licht? Wo ist dein Stern?
Er fehlt, er fehlt hier
Du fragst mich, wo er geblieben ist

Wird alles anders?
Wird alles anders?
Wird alles anders?

Ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit
Uns war kein Weg zu weit, du fehlst hier
Ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit
Hey, es tut mir Leid, es ist vorbei
Es ist vorbei, es ist vorbei

Du willst hier weg, du willst hier raus
Du willst die Zeit zurück
Du atmest ein, du atmest aus
Doch nichts verändert sich
Wo ist die Nacht? Wo ist der Weg?
Wie weit, wie weit noch?
Du fragst mich, wo wir gewesen sind

Wird alles anders?
Wird alles anders?
Wird alles anders?

Ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit
Uns war kein Weg zu weit, du fehlst hier
Ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit
Hey, es tut mir Leid, es ist vorbei

Ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit
Hey, es tut mir Leid, es ist vorbei

Die Lichter sind aus
Es ist schwer zu verstehen
Du siehst hilflos zu
Wie die Zeiger sich drehen
Du siehst deinen Stern
Ihn kann nichts mehr zerstören
Weil du weißt, dass es geil war
Dass es geil war
Weil du weißt, dass es geil war

Ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit
Uns war kein Weg zu weit, du fehlst hier
Ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit
Hey, es tut mir Leid, es ist vorbei

Ja, ich weiß, es war 'ne geile Zeit
Hey, es tut mir Leid, es ist vorbei

Es ist vorbei
Es ist vorbei
Es ist vorbei
Es ist vorbei

-- Juli

Dienstag, 29. September 2020

abwechslung


leichter gesagt als getan, gerade im alltag, mit all den verpflichtungen.aber: sowohl das angebot als auch die nachfrage ist da. man muss die möglichkeiten nutzen. um seiner selbst willen.

Sonntag, 30. August 2020

Einsamkeit ...


... suchen die Menschen auf ländlichen Fluren, am Meeresufer, in den Bergen. Doch einer wie beschränkten Ansicht entspringt dieser Wunsch! Kannst du dich doch, sooft du nur willst, in dich selbst zurückziehen. Gibt es doch nirgends eine stillere und ungestörtere Zufluchtsstätte als die Menschenseele.

-- Marc Aurel, Selbstbetrachtungen

Donnerstag, 30. Juli 2020

Es gibt...


... weder Unkraut noch schlechte Menschen. Es gibt bloß schlechte Gärtner

-- Victor Hugo

Dienstag, 23. Juni 2020

Die letzte...


... der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen.

- Viktor Frankl

Freitag, 29. Mai 2020

alleinsein


zweieinhalb zimmer, der weg zum park, zwei runden laufen, sprachen, lesen, einkaufen. soviel angst gehabt vor diesem alltag. und doch funktioniert es. klar, nicht alles ist perfekt, bei weitem nicht. schwere momente lassen sich nicht wegdiskutieren, und es gibt die pflicht, weitaus aktiver zu werden. aber wieder zeigt sich: am besten verträgt man sich mit sich selbst. das überrascht.

Montag, 27. April 2020

¿quien...


... me ha robado el mes de abril?

¿cómo pudo sucederme a mí?

- Joaquín Sabina

Sonntag, 12. April 2020

sweet harmony


Is it right or wrong
Try to find a place
We can all belong?
Be as one
Try to get on by
If we unify
We should really try
All this time
Spinning round and round
Made the same mistakes
That we've always found
Surely now
We could move along
Make a better world
No it can't be wrong

Let's come together
Right now
Oh yeah
In sweet harmony
Let's come together
Right now
Oh yeah
In sweet harmony
Let's come together
Right now
Oh yeah
In sweet harmony
Let's come together
Right now
Oh yeah

Time is running out
Let there be no doubt
We should sort things out
If we care
Like we say we do
Not just empty words
For a week or two
Make the world
Your priority
Try to live your life
Ecologically
Play a part
In a greater scheme
Try to live the dream
On a wider scene
Let's come together

Right now
Oh yeah
In sweet…

- The Beloved

Montag, 6. April 2020

Quédate...


en casa.

Mittwoch, 18. März 2020

Alle...


... werden mitgenommen. Wir lassen niemanden zurück.

- Frank Hartmann, Krisenbeauftragter des Auswärtigen Amtes

Sonntag, 9. Februar 2020

it's too much...


... for me to take.

but break it down to this next breath. this next step.

this next choice is one that i can make.

- frozen 2

Donnerstag, 2. Januar 2020

Liebe Menschen, ...


... seid dessen eingedenk,
daß wir das Leben, unsere Heimat und euch, lieben, geliebt haben.
Wir sind lebendig im Feuer verbrannt.
Unsere Bitte an alle:
Mag sich unsere Trauer und unser Leid in euren Mut und Kraft verwandeln,
damit ihr Frieden und Ruhe in der Welt für ewig bestätigen könntet.
Damit von nun an nirgendwo und nirgendwann im Feuerwirbel das
Leben stirbt!

- Inschrift, Gedenkstätte Chatyn